anakonde GbR bündelt langjährige Erfahrungen seiner Partner/innen aus Forschung, Beratung und Projektentwicklung in vielfältigen Aktivitäten

  • zur Arbeitsmarkt- und sozialen Integration von Migranten/innen und Flüchtlingen
  • zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und zur Situation von Alleinerziehenden
  • zur Familienselbsthilfe und zu Ansätzen im Sozialennahraum
  • zur transnationalen Vernetzung
  • zur biografischen Identität von Migranten/innen, und schließlich
  • zur Evaluation von Projekten und Programmen, vor allem im interkulturellen Bereich.

Für neue Projekte unter dem gemeinsamen Dach „anakonde GbR“ haben wir den Schwerpunkt auf Migration und Integration gelegt, weil hier die Entwicklung kohärenter ist und wirksame Strategien auf kommunaler, aber auch auf Landes- und Bundesebene  in großen Schritten voran kommen und für lange Zeit auf der Agenda bleiben werden. Insbesondere sind folgende Entwicklungen von Bedeutung:

  • Zuwanderungsgesetz
  • Nationaler Intergrationsplan - NIP
  • Entwicklung eines nationalen Integrationsprogramms
  • Bleiberechtsregelung
  • Integrationskonzepte der Länder und Kommunen

Die anakonde GbR Partner/innen haben gemeinsam das Modellprojekt „Orientierung in München“, Orientierungskurse für neu Zugewanderte in der Landeshauptstadt München und die EQUAL-Entwicklungspartnerschaft FLUEQUAL evaluiert
(Partnerprofile und Links sowie Materialien)

anakonde GbR stützt sich besonders auf die spezifischen Erfahrungsschwerpunkte ihrer Partner/innen:

Wolfgang Erler und Monika Jaeckel haben im Projekt „Evaluation der Familienselbsthilfe“ (1996-1999, Projekt des Deutschen Jugendinstituts für das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) konzeptionell an der Wirkungsanalyse von Förderstrategien für ein breites Spektrum unterschiedlicher Praxisprojekte an vielen Standorten unter dem gemeinsamen thematischen Dach Familienselbsthilfe mitgearbeitet. Ihre Zusammenarbeit begann 1993 in einem Projektes zu familienfreundlichen Maßnahmen in kleinen und mittleren Unternehmen. In einem Projekt des Bayerischen Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen (2000-2002) haben sie den sozialen Nahraum als Ausgangspunkt für niederschwellige, innovative Angebote der Familienbildung für Familien mit Migrationshintergrund in Handlungsmodellen herausgearbeitet. In diesem und im EU-Projekt „ADEPT“ (Access for Disadvantaged Adults to Education and Employment Through Portfolio Techniques, Teil des Leonardo/Grundtvig-Programms) haben sie gemeinsam mit Partnern aus der Praxis der Bildungs- und Beratungsarbeit für Migranten/innen als Instrument zum biografischen Assessment und zur individuellen Potenzialeinschätzung die „Kompetenzbilanz für Migrant/innen“ ( Materialien) entwickelt.

Monika Jaeckel bringt aus ihren internationalen Vernetzungserfahrungen eine breite Expertise zur gemeinwesenbezogenen Selbstorganisation von Frauengruppen (Grassroot Community Development) ein, und Wolfgang Erler konzeptionelles Wissen zur angelsächsischen Evaluationskultur im welfare-to-work-Bereich sowie zu family involvement, das inhaltlich und methodisch zur Verankerung und zur qualitativen Profilierung von Evaluation in Deutschland von Nutzen ist (siehe dazu die Kurzprofile und ausführlichen arbeitsbiografischen Notizen zu den drei Partner/innen unter Team).

Dr. Margret Spohn bringt ihr Evaluations-Know-How aus Integrationsprojekten für Migranten/innen und Flüchtlinge im Rahmen der EU-Programme „EMPLOYMENT INTEGRA“ und „EMPLOYMENT HORIZON“ in Niedersachsen ein. Niedrigschwellige Angebote im Übergang zwischen Schule und Beruf für Jugendliche mit Migrationshintergrund, Förderung der landesweiten Selbstorganisation von Flüchtlingen und Migranten/innen, interkulturelle Öffnung der Verwaltung in Göttingen sowie die berufliche Qualifizierung von Flüchtlingen und Migranten/innen in Niedersachsen waren Gegenstand dieser Projekte. Außerdem bringt Dr. Margret Spohn u.a. ihre auf türkischen Sprachkenntnissen basierende Forschungserfahrung zur Identitätskonstruktion von türkischen Männern (Dissertation) sowie die breite Konzept- und Praxiserfahrung aus der Arbeit in einer Querschnittsstelle für interkulturelle Arbeit in einer Großstadtverwaltung (München) ein, wo sie für die Bereiche neues Integrationsgesetz, interreligiöser Dialog, Leben in der Illegalität, Schule und Ausbildung, Medien und Migration zuständig ist.

Zentrale Leitlinien für anakonde GbR sind:
Ressourcen- statt Defizitorientierung sowie Genauigkeit und Tiefenschärfe in der Analyse durch die Kombination quantitativer und qualitativer Verfahren. Dabei interessieren uns die Prozesse ebensosehr wie ihre Wirkungen. Bei den Zielgruppen der von uns begleiteten Projekte und Programme achten wir darauf, dass die Biografien der Einzelnen ernst genommen werden. Wir spüren die Innovationschancen auf, die in aktivierenden Konzepten stecken, die neue Erwerbsmischungen ermöglichen und Arbeiten und Lernen, sowie betriebliche Praxis und Qualifizierung miteinander verbinden.

 
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